Workshop am 30.7.2014 zu Entwicklungsperspektiven des Atelierhauses Prenzlauer Promenade

Kurzdokumentation 

Workshop am 30.7.2014 zu Entwicklungsperspektiven des 

Atelierhauses Prenzlauer Promenade

Forderung der Künstler: das ganze Haus als Atelier- und Kulturstandort für Berlin entwickeln

•Das ganze Haus sollte als Atelier- und Kulturort entwickelt werden, um stadtweite Verluste von Atelierraum zu kompensieren. Es sollte im Angesicht der Raumnot für Kultur als Modellprojekt für Berlin gedacht werden. Die Künstler stehen im Kontakt mit anderen bedrohten Atelierhäusern.

•Weitere Nutzungen wie Kita oder Studentenwohnen sehen die Künstler nicht als unmöglich an. Angemahnt wird, daß vom Bestand ausgehend, Kunst/Kultur Leitthema des Hauses sein sollten.

Expertenstimmen: durch sukzessive Sanierung können aktuelle Miethöhen beibehalten werden

•Die Kosten zur Sanierung können nur dann niedrig gehalten werden, wenn keine sofortigen und umfassenden baulichen Maßnahmen (z.B. für Brandschutz, Fassanden) durchgeführt werden müssen, sondern diese „nach und nach“ umgesetzt werden können, wodurch die Kosten erheblich sinken.

•Für eine Wohnnutzung würde in jedem Fall ein Umnutzungstatbestand eintreten. Dieser hätte zur Konsequenz, dass vor Beginn der neuen Nutzung alle Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sein müssen. Höhere Baukosten und daraus resultierende hohe Mieten wären vorprogrammiert .

•Anders würde es sich verhalten, wenn die aktuelle Nutzung als Bestandsnutzung mit Bestandsschutz aufgefaßt würde. Dann könnte in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt eine sukzessiver Sanierung stattfinden. So würden, nach ersten Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die aktuellen Mieten gehalten werden.

•Für derartige Sanierungsmaßnahmen gibt es zahlreiche Referenzprojekte in Berlin, anhand welcher deren Machbarkeit nachgewiesen werden kann. Ein Referenzrojekt (Milchhof e.V.) war beim Workshop anwesend.

•Um nicht einen Umnutzungstatbestand zu erzeugen müßte das Grundstück geteilt werden und zwei verschiedene Eigentümer haben. 

•Eine sukzessive Sanierungsstrategie ist die einzige Chance ohne Subventionen die aktuellen Mietpreise von ca. 6,50 bruttowarm beizubehalten. Bei  sofortiger Komplettsanierung müssten die Künstler das Haus verlassen. Dies ist für die meisten nicht machbar, und somit die Verdrängung der akteuelle Mieter bedeuten würden.

Raumbedarfe der Künstler: 1/3 mehr Fläche + flexible Räume werden für Bestandsmieter benötigt

•Bestandsnutzung: 90 Künstler, 25 Gewerbetreibende, höchste Miete 6,90€/q, bruttow., Insges. ca. 3000qm

•Um Atelierflächen zu optimieren würden für die Bestandsmieter zukünftig ca. 4000qm benötigt

•Die Flexibilität der aktuellen Bauweise wir geschätzt, und sollte beibehalten bleiben

•Ideal wären 40qm-Einheiten (NGF) mit jeweils 10qm Lagerfläche

•40qm-Einheiten sollten leicht mit je einer andern gleich großen Einheit zu verbinden sein, um größere Ateliers (a 80qm) zu ermöglichen

•40qm-Einheiten sollten leicht in 20qm-Einheiten zu unterteilen sein

Erste Ideen zu einem Hauskonzept: offenes Haus und „gemsichte Platte“

•Das Haus sollte sich nach Außen öffnen durch Ausstellungen und andere Aktivitäten

•Eine Mischung mit anderen Kunstsparten (z.B. Tanz, Performance) sowie die Mitnutzung und -entwicklung des Hauses als Studentenwohnraum durch die Kunstschule Berlin Weißensee wird positiv gesehen

Kunsthochschule Berlin Weißensee (KHB): Ateliers und Studentenwohen modellhaft entwickeln

•Die KHB ist an einem Gesamtkonzept unter dem Leitthema Kunst und Kultur interessiert und würde gerne an diesem Standort neue insbes. gemeinschaftliche Wohnformen, die Arbeiten in Ateliers umfassen, für Kunststudenten modelhaft entwickeln. Synergien mit dem Atelierhaus werden gesehen.

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